Der Ellertshäuser See kombiniert in eindrucksvoller Weise ein vielfältiges, anregendes Freizeitvergnügen mit einem zu allen Jahreszeiten bewegenden Naturgenuss.

Der mit 33 ha größte Stausee Unterfrankens misst an seiner breitesten Stelle 370 m, an seiner längsten 1200 m und ist bis zu 14 m tief. Die Uferlänge beträgt ca. 6 km und im Sommer erwärmt sich das Wasser auf bis zu 22° Celsius.

Ursprünglich wurde der Ellertshäuser See als Wasserspeicher angelegt, um die Bewässerung der Felder der umliegenden Gemeinden zu ermöglichen, die zum großen Gebiet der fränkischen Trockenplatte gehören. Im Rahmen der Flurbereinigung in den 1950er Jahren wurde dazu der Wasser- und Bodenverband als Betreiber- und Nutzergemeinschaft ins Leben gerufen. Baubeginn war 1955. Geflutet wurde der See vom Jahr 1957 an bis zum Frühjahr 1958. Zur Nutzung für die Bewässerung kam es jedoch nie, da die Kosten für den Aufbau und die Unterhaltung der Beregnungsanlagen zu hoch waren.
1970 wurde der See vom Wasser- und Bodenverband an den Freistaat Bayern veräußert.

Dort, wo sich heute der See befindet, lag früher die Wüstung Ellertshausen. Wahrscheinlich wurde Ellertshausen um das Jahr 1000 von Mönchen urbar gemacht. Diese gehörten zum Kloster Neustadt am Main und hatten bereits in Altenmünster eine Niederlassung. Als Landesherren waren damals die Grafen von Henneberg-Aschach zudem Eigentümer des Dorfes Eylicheshusen. 1480 wurde Ellertshausen als Wüstung bezeichnet. Es wechselte dann im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Verwaltungsmäßig gehörte Ellertshausen seit 1593 zum Amt Rotenstein bzw. kurz danach zu Stadtlauringen.